Bericht von “Zweifünfdrei.de – Magazin für Tischfußball und Kickerkultur”

Für Hungrige ist das „Schweiger Café“ ein Kaffeehaus, für Fußballfans ist der „Schweiger Treff“ eine Sportkneipe mit Großbildleinwand und für Tischfußballer ist es der ideale Trainings- und Turnierspielort.

Über den seitlich gelegenen Eingang kommt man durch eine Treppe in den ersten Stock, wo drei Garlando-F1-World-Champion-2008-Tische im edlen Schwarz-Silber warten. Die schicken grünen Lampen in angedeutetem Jugendstil darüber dienen nur dazu, die Tische in Szene setzen. Die Tischfußballer konzentrieren sich ohnehin aufs Spielfeld. Da wird an der schrägen Bande hochgepasst, als wäre der Ball ein hochmotorisierter Geländewagen. Dann wird die harte „Speedplay“-Kugel unter der schmalen Figur geklemmt, als wäre sie weich wie ein Semmelknödel. Nicht jeder deutsche Spitzenspieler könnte das auf diesem in Österreich verbreiteten ITSF-Tisch nachmachen. Doch die Salzburger laden sich die Elite ihres Landes zu ihren Turnieren ein.

Dann stehen hier sechs Tische zwischen der mehrere Meter langen Theke, einer Pokalvitrine, einer künstlichen Palme und dem Billard-Tisch. Siegfried Vorderegger, Besitzer des „Schweiger Treff“ ist passionierter Dartspieler, verstand aber auch sofort den Reiz des Tischfußballs. So kam der 2002 gegründete TFC Salamander zu seinem Treff, erklärt Salamander-Vorsitzender Wolfgang Kaserer. Achtung: „Des is a Spoat, hier wird net graucht“, sagt der 32-Jährige zu seinen Mitgliedern – aber eher aus Spaß, das sehen hier ohnehin alle so.